Leichtathletik WM in Doha - drei Hessen am ersten Tag der Titelkämpfe im Einsatz
  26.09.2019 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Es ist angerichtet. Die mit Spannung erwarteten und von einer guten Postion Skepsis begleiteten Weltmeisterschaften in Qatar haben am Freitag ihren ersten Wettkampftag. Zum 71-köpfigen Team des DLV gehören auch sieben hessische Asse. 

Ein Trio muss gleich am ersten Tag der Titelkämpfe im Khalifa-Stadion auf die Bahn. Den Anfang macht dabei mit Gesa Krause (Sylvesterlauf Trier) eine Hessin, die in Frankfurt wohnt und auch den Stützpunkt in der Hahnstraße regelmäßig zum Trainieren nutzt. Der „Weltrekordlerin“ über 2000 Meter Hindernis (5:52,80 min. beim ISTAF) und deutschen Rekordlerin (9:07,51 Minuten) über die offizielle Distanz ist im DLV-Team eigentlich eine ganz sichere Kandidatin fürs Finale . Zuvor gilt es aber, um 19.00 Uhr (Ortszeit) den Vorlauf zu überstehen. Dies sollte für Krause, die eine saubere Technik über die Hindernisse hat, eigentlich kein Problem sein. Es gilt eher, nicht in irgendwelche Rangeleien zu kommen oder durch stolpernde Konkurrentinnen ausgebremst zu werden. Das tragische WM-Rennen von London ist sicherlich nicht nur der sympathischen Frankfurterin noch immer im Geiste präsent. In der ersten Runde stehen 45 Athletinnen aus 26 Ländern in der Meldestatistik. Angeführt wird die Liste von Beatrice Chepkoech (KEN) mit überragenden 8:55,58 Minuten. Damit ist die Ostafrikanerin auch die einzige Athletin, die in dieser Saison die 9-Minuten-Schallmauer geknackt hat. 

Nur eine knappe Stunde nach Krause betritt dann Sam Parsons das Tartanoval. Auf den Eintracht-Athleten warten 5000 Meter oder zwölfenhalb Runden. Mit seinen 13:22,32 Minuten wird der gebürtige US-Amerikaner auf Position 37 unter den knapp 50 Teilnehmern aus 24 Ländern geführt. Hier hängt ein mögliches Weiterkommen sicherlich sehr stark vom Rennverlauf. Egal ob Bummeltour mit hartem Spurt oder ein sehr hohes Tempo gleich vom Start an, schwer wird es der Eintrachtler alle Mal haben. Weltjahresbester ist aktuell der Äthiopier Telahun Haile Bekele, der schon 12:52,98 Minuten abgeliefert hat und damit in einer anderen Liga läuft.

Das Hessen-Trio komplettiert um 20.30 Uhr Luke Campbell (ebenfalls Eintracht) über die 400 Meter Hürden. Hier gibt es mindestens fünf Vorläufe, stehen doch 41 Langhürdler aus 32 Nationen in der Startliste. Hier könnte es im Finale sogar einer der sicherlich seltenen europäischen Siege auf einer Laufstrecke geben. Top-Favorit ist hier der Norweger Karsten Warholm, der Ende August im Züricher Letzigrund-Stadion den Europarekord auf phantastische 46,92 Sekunden drückte. Luke Campbell markierte bisher 49,24 Sekunden und ist damit von der Papierform die Nummer 26.