HLV beteiligt an Schulsport-Wettbewerb der besonderen Art
  08.10.2021 •     HLV , Breitensport , Jugend , Schulsport


Für mehr Bewegung an hessischen Schulen sorgte von Mai bis Juli diesen Jahres der Hessische Leichtathletik-Verband im Rahmen einer Initiative des Landessportbundes Hessen (lsb h) und sieben anderen Fachverbänden.

Die Erinnerung an den eigenen Schulsportunterricht fällt bei vielen Menschen durchwachsen aus – selbst bei denen, die auch in ihrer Freizeit Sport getrieben haben. Bei manchen sind es traumatische Erinnerungen an eine Sportart („der Schwebebalken war mein Horror“), andere klagen über Eintönigkeit („wir haben dauernd Fußball gespielt“) oder bedauern, dass „ihre“ Sportart natürlich nicht gefragt war.

Mit einem Schulsportwettbewerb der besonderen Art haben der Landessportbund Hessen (lsb h) und die hessischen Fachverbände für Leichtathletik, Fußball, Handball, Hockey, Ski, Triathlon, Turnen und Volleyball nun versucht, diese Erfahrungen bei den derzeitigen Erst- bis Sechstklässlern positiver zu gestalten – durchaus mit Erfolg, wie sich bei der Preisübergabe an acht Gewinnerschulen gezeigt hat.

Aufgaben aus acht Sportarten

„Ich fand es schön, dass man so vieles ausprobieren konnte und dass man so ganz neue Sachen kennengelernt hat. Manche Sportarten wie Ski oder Handball waren für mich ganz neu, aber weil es ja keine Noten gab oder so, konnte man die Bewegungsaufgaben einfach mal versuchen. Meistens hat man es nach ein bisschen üben schon geschafft“, erzählt die Fünftklässlerin Mia. Sie gehört zu mindestens 4.600 Schülerinnen und Schülern, die der Schulsportwettbewerb von Mai bis Juli 2021 erreicht hat. So viele Kinder jedenfalls haben erfolgreich daran teilgenommen. Konkret bedeutet das: Sie haben aus allen acht Sportarten mindestens eine Bewegungsaufgabe erfolgreich gemeistert. Probiert und trainiert werden konnte dafür sowohl im Sportunterricht als auch in Vereinen oder auf dem Pausenhof.

„Anders als es der Begriff Schulsportwettbewerb vielleicht vermuten lässt, wollten wir ein Format schaffen, bei dem sich Kinder ganz ohne Druck sportlich ausprobieren können. Unser Ziel war es, mehr Bewegung an Hessens Schulen zu bringen und so einen Ausgleich zu den vielen Stunden vor dem Bildschirm und am Schreibtisch zu schaffen, die die Corona-Pandemie dem Nachwuchs beschert hat“, erklärt Prof. Dr. Heinz Zielinski, für Bildung zuständiger Vizepräsident des lsb h. Die Konzeption und Zusammenarbeit mit den Fachverbänden habe zudem dazu geführt, dass die Vielfalt der Sportwelt den Kindern bewusst gemacht wurde. „Wir wünschen uns selbstverständlich, dass bei dem einen oder der anderen das Interesse geweckt wurde und damit auch die Lust auf Vereinssport noch mehr gestiegen ist.“

Gewinnerschulen stehen fest

Die ausgezeichneten Schulen, an denen sich besonders viele Schüler/innen beteiligt haben, heißen: Gymnasium Michelstadt, Johann-Hinrich-Wichern-Schule Wiesbaden, Hermann-Hesse-Schule Obertshausen, Grundschule Aßlar, Waldschule Obertshausen, Westerwaldschule Driedorf, Uplandschule Willingen und Karl-Nahrgang-Schule Dreieich.

Als Dank für ihren Einsatz erhalten die acht Gewinner hochwertige Materialpakete, für die die Firma Pedalo sowie die beteiligten Fachverbände tolle Sportgeräte zur Verfügung gestellt haben. Am 6. Oktober fand zum Beispiel die Preisverleihung an der Johann-Hinrich-Wichern-Schule in Wiesbaden statt, die von Christian Kaufmann, zuständiger Referent des lsb h, Ines Borst vom Hessischen Triathlon Verband sowie Christina König, Schulsportreferentin des HLV vorgenommen wurde.