HM (Männer) in Friedberg: Doppelsieg im Sprint durch Florian Daum - starker Hochsprung von Philipp Heckmann
  13.09.2020 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Doppelsiege bei Landesmeisterschaften kommen nicht so oft vor. Bei den Titelkämpfen in Friedberg gelang dieses Kunststück Florian Daum. Der Eintrachtler zeigte als Sieger seines Vorlaufes 10,89 Sekunden und auch Lokalmatador Lars Hieronymi (LG OVAG Friedberg-Fauerbach) lieferte mit 10,93 Sekunden eine 10er-Zeit ab. Im ersten von drei Zwischenläufen brachte sich dann mit 10,85 Sekunden noch Yanic Berthes (Sprintteam Wetzlar) sowie der U20er Philip Hennemuth (SSC Bad Sooden-Allendorf/10,90 sec.) ins Gespräch. Daum (10,84 sec.) sowie Hieronymi (10,90 sec.) wiederholten quasi ihre Zeiten aus der ersten Runde. Im Finale wurde dann nochmals ein Gang hochgeschaltet. Florian Daum kam mit guten 10,70 Sekunden fast an seine Jahresbestmarke (10,765 sec.) ran und konnte Yanic Berthes (10,73 sec.) abwehren. Bronze ging mit 10,91 Sekunden an Lars Hieronymi.

Einige der flotten Jungs trafen dann gut zwei Stunden später bei den 200 Metern erneut aufeinander. Daum machte gleich in der Kurve gehörig Druck, ging hier schon in Führung und verteidigte in 21,76 Sekunden diese Position bis ins Ziel. Für Lars Hieronymi gab es hier mit 22,04 Sekunden (2.) ebenfalls die zweite HM-Medaille. Nico Kühnel (LG Fulda) komplettierte mit 22,18 Sekunden das Top-Trio. Auf der Stadionrunde zeigte ein Zehnkämpfer wie Langsprint funktioniert. Dennis Hutterer (ASC Darmstadt) drückte seine erst jüngst aufgestellte Saisonmarke auf nun 49,11 Sekunden. Im ersten Zeitlauf über 800 Meter hatte Philipp Nitsch (LG VfL/SSG Bensheim) gute 1:58,88 Minuten vorgelegt, doch am Ende Stand der U18er mit leeren Händen da. Im schnelleren zweiten Lauf zog noch ein Trio an ihm vorbei. Angeführt wurde es in 1:57,02 Minuten von Abdelkebir Aader Zaroual (LG Eintracht Frankfurt), der Samuel Elzenhöfer (LC Eschenburg/1:57,73 min.) sowie Daniel Hahn (Hünfelder SV/1:58,87 min.) im Schlepptau hatte. Über 1500 Meter  war nach der ersten Rund schnell klar, dass es mit einer flotten Zeit nichts wird. Marc Bunzendahl (VfL Altenstadt) hatte mit 4:02,97 Minuten die Nase vorne und setzte sich gegen Abdelkebir Aader Zaroual (Eintracht/4:03,87 min.) durch. Ganz anders sah es bei den 5000 Metern aus. Hier wurde von Anfang an richtig „auf Tempo“ gelaufen. Gaststarter Simon Huckelten (SG Wenden) und Sebastian Hauf (TV Trebur) hatten sich ziemlich schnell vom Rest des Feldes gelöst und gestalteten die Führungsarbeit gemeinsam. In der Endphase setzte sich der Südhesse dann ab und konnte mit starken 14:33,53 Minuten eine Beute Bestzeit bejubeln. Hicksten wurde mit 14:44,88 Minuten gestoppt. Dominik Müller (SSC Hanau-Rodenbach), der zweitbeste Hesse erzielte 15:00,23 Minuten. Auf der kurzen Hürdendistanz blieb Eric Wallrabenstein (LG Rüsselsheim) mit 14,96 Sekunden einen Wimpernschlag unter der 15er Marke. Auf der 400 Meter Hürden Distanz lautete der Einlauf Yannick Roggatz (TV Reisen/56,35 sec.) vor Tim Peters (ASC Darmstadt/56,61 sec.) und Jonathan Seidel (LG Langgöns-Oberkleen/56,89 sec.).

Im Stabhochsprung reichten Gordon Porsch steigerungsfähige 4,80 Meter zum Sieg. Damit hielt der Eintrachtler gerade noch den höhengleichen deutschen Jugendmeister Max Lehl (TSG Wehrheim) in Schach, der lediglich durch einen Fehlversuch bei 4,70 Metern am Männertitel vorbeischrammte. Richtig hoch hinaus ging es beim Springen ohne Stab. Hier gefiel Philipp Heckmann (ebenfalls Eintracht) mit schönen 2,08 Metern. Im Weitsprung flog Artur Scherfink (LAV Kassel) in seinem letzten Versuch auf 7,03 Meter und verdrängte damit Jan Nässer (TV Bürstadt) noch von der Spitze. Der konterte zwar noch im letzten Durchgang mit 6,98 Metern, was aber nicht ganz ausreichte. Beim Dreisprung ging nach „Hop-Step-Jump“ der HM-Titel an Tobias Helbig (LG Rodgau), der mit 14,50 Metern bundesweit nun auf dem fünfzehnten Platz geführt wird. Mit drei Weiten jenseits der 60 Meter endete das Speerwerfen. Hendrik Nungeß (TV Neu-Isenburg) führte nach drei Versuchen mit 62,34 Metern die Rangliste vor Sven Dunkel (ASC Darmstadt/62,11 m) und Maxine Darcy Gross (LG Eintracht Frankfurt/60,79 m) an. Das Kugelstoßen war mit 15,61 Metern eine klare Angelegenheit für Maximilan Lang (Eintracht). Hammerwurf-Spezialist Sebastian Arnold (TuS Weilmünster) verbesserte sich auf 13,86 Meter. Lediglich 39,47 Meter reichten für Alexander Hiekisch (LG Taunusstein) zum Gewinn des Titels im Diskuswerfen.